Was ist Open-Content?

 

Mit dem Begriff Open-Content werden Inhalte wie Texte, Töne, Bilder, Filme oder Multimediawerke bezeichnet, deren Verwendung und Verbreitung erwünscht ist. In Anlehnung an Lizenzmodelle von Open-Source-Software wurden Open-Content-Lizenzen entwickelt, die in erster Linie durch umfassende Nutzungsrechtseinräumung gekennzeichnet sind.

Inhalte, die als Open-Content lizensiert sind, dürfen kopiert, verbreitet und je nach Lizenz auch verändert und weiterentwickelt werden, wenn auf den Urheber oder die Urheberin hingewiesen wird. Bekanntestes Beispiel für Open-Content ist die freie Enzyklopädie Wikipedia, bei der die Konsumenten zugleich auch Produzenten von Informationen sein können.

 
Open-Content im Bildungsbereich 

Der Open-Content-Gedanke birgt auch für den Bildungsbereich Chancen und Potentiale für die nachhaltige Nutzung von Inhalten und für die Entwicklung neuer und innovativer Bildungsmaterialien. Bisher bewegen sich Lehrende bei der Nutzung vieler Inhalte in einer rechtlichen Grauzone. Open-Content kann dagegen frei im Rahmen schulischer und außerschulischer, formaler und informeller Lernzusammenhänge genutzt werden.

Zudem besteht die Möglichkeit, eigens erstellte Bildungsinhalte unter Lizenzen zu stellen, die deren Weiterentwicklung oder Modifizierung durch Andere ermöglichen. LehrerInnen, Dozenten, PädagogInnen, Medienschaffende und weitere Akteure des Bildungsbereichs können auf diese Weise verstärkt an der Produktion von bildungsrelevanten Inhalten mitwirken und gleichzeitig vom Input anderer profitieren.